Parov Stelar

Leave The Future Behind

Sommerpause

Liebe Freunde der Galerie Schloss Parz.

Wir haben von 20. Juli bis zu unserer kommenden Eröffnung mit Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl Sommerpause.

13. April – Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Informationen zur Gruppenausstellung Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Diese Ausstellung vereint drei Künstler, deren Werke auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade darin ihre besondere Harmonie entfalten. Malerei ohne Pinsel, Skulptur fast ohne Volumen und eine Malerei, die zwischen Gegenstand und Auflösung oszilliert. Was sie verbindet, ist ein radikales Nachdenken über Oberfläche, Material und Wahrnehmung.

Die Arbeiten von Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner treten nicht in Konkurrenz, sondern stehen nebeneinander wie drei unterschiedliche Sprachen, die über dieselben Themen sprechen. Es geht um Reduktion und Intensität, um das Sichtbarwerden von Zeit im Material, um das Verhältnis von Kontrolle und Loslassen. Der Ausstellungsraum wird dabei zum Resonanzkörper: Licht, Schatten und Bewegung der BetrachterInnen aktivieren die Werke immer wieder neu.

Gemeinsam erzeugen die drei Positionen eine Atmosphäre konzentrierter Stille, die nicht leer, sondern hoch aufgeladen ist. Gasteigers rhythmische Farbrillen antworten auf Niedertscheiders kaum merkliche Tiefen im Stein, während Ruthners malerische Gesten wie ein pulsierender Gegenpol wirken. Die Ausstellung entfaltet sich als choreografiertes Nebeneinander, in dem jedes Werk Raum lässt für die anderen und für die Wahrnehmung.

  • Eröffnung: 13. April – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 31. Mai

Kunstwerke der Ausstellung

o.T.

Peter Niedertscheider

o.T., 2023

14.5 x 20.5 cm
Steinätzung, Untersberger Marmor
o.T.

Peter Niedertscheider

o.T., 2022

19 x 14 cm
Lasergravur, Pietra Piasentina
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2021

100 x 100 cm
Acryl auf Sperrholz
Sommerstück

Peter Niedertscheider

Sommerstück, 2025

28 x 20 x 10 cm
Relief auf Carrara Marmor
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2017

65 x 50 cm
Acryl auf Papier
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2002

17 x 14 cm
Acryl auf alten Foto
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2016

37.5 x 27.5 cm
Öl auf Papier
Badetag

Peter Niedertscheider

Badetag, 2020

21 x 30 cm
Relief, Untersberger Marmor
o.T.

Peter Niedertscheider

o.T., 2023

14.5 x 20.5 cm
Steinätzung, Untersberger Marmor
Sommerstück

Peter Niedertscheider

Sommerstück, 2025

23 x 48 cm
Relief auf Carrara Marmor
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2022

30 x 24.5 cm
Acryl auf Leinwand
Strandstück 2

Peter Niedertscheider

Strandstück 2, 2020

30 x 24 x 28 cm
Carrara Marmor
Leider sind keine Werke verfügbar
Porträt – Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger (*1953, Salzburg) hat die Malerei von einer ihrer zentralen Gewissheiten befreit: dem Pinsel. Mit Kartonkämmen zieht er pastose Farbe in gleichmäßigen Bahnen über Leinwand oder Sperrholzplatten. Farbe wird bei ihm nicht zum Mittel der Darstellung, sondern zum eigentlichen Inhalt. Seine Werke sind Selbstdarstellungen der Farbe: präzise, ruhig und zugleich sinnlich.

Die gezogenen Rillen reagieren sensibel auf Licht und Standort, erzeugen Schatten, Vibration und Tiefe. Malerei wird zu einem körperlich erfahrbaren Ereignis. Als wichtiger Vertreter der Analytischen Malerei steht Gasteiger für eine radikale Reduktion, die paradoxerweise maximale Präsenz erzeugt.

Peter Niedertscheider

Peter Niedertscheider (*1972, Lienz) arbeitet mit Stein und entzieht ihm das Monumentale. In Marmor und Kalkstein realisiert er feinste Flachreliefs, oft nur wenige Millimeter tief. Mit der Technik des Rilievo Schiacciato entstehen Oberflächen, die weich wirken, fast textil, obwohl sie aus hartem Material bestehen.

Charakteristisch ist das Spiel mit dem Unvollendeten: hochpräzise Partien stehen neben roh belassenen Flächen. So entsteht eine Spannung zwischen klassischer Skulptur und zeitgenössischer Abstraktion. Niedertscheiders Arbeiten verlangen Nähe, langsames Sehen und Aufmerksamkeit für minimale Verschiebungen.

Porträt – Peter Niedertscheider
Porträt – Alexander Ruthner

Alexander Ruthner

Alexander Ruthner (*1982, Wien) bewegt sich souverän zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Ausgangspunkt seiner Malerei sind oft vertraute Motive: Blumen, Pflanzen, Fragmente von Natur, die sich im Malprozess zunehmend auflösen. Entscheidend ist nicht das Motiv, sondern der Akt des Malens selbst: Schichtung, Übermalung, Duktus.

Ruthners Bilder tragen Spuren von Zeit, von Korrektur und Verdichtung. Farben beginnen zu flirren, Formen verlieren ihre Eindeutigkeit. Seine Malerei ist sinnlich und zugleich reflektiert, ein permanentes Austarieren zwischen Kontrolle und Offenheit.

Jakob Gasteiger
o.T., 2023
Acryl auf Leinwand, 90X70CM
Peter Niedertscheider
Raumteiler Amy, 2022
Solnhofener Kalk, 35x35CM
Alexander Ruthner
Out Playing, 2025
Öl auf Leinwand, 40x30CM

02. März – „Zeitlinien“ – Billi Thanner – Kunst im Kabinett: Madita Kloss

Informationen zur Ausstellungseröffnung „Zeitlinien“ mit Billi Thanner

Wenn sich ab 2. März die Türen der Galerie Schloss Parz öffnen, entfaltet sich mit Zeitlinien ein spannungsreicher Dialog zweier souveräner künstlerischer Handschriften. Billi Thanner und Madita Kloss stehen für unterschiedliche Generationen, ästhetische Strategien und Erfahrungsräume – und doch kreuzen sich ihre Arbeiten in zentralen Fragen unserer Zeit. Identität, Selbstbild, Körper, Spiritualität und die Macht der Bilder ziehen sich wie unsichtbare Linien durch diese Ausstellung und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte.

Zeitlinien ist bewusst als Gegenüberstellung konzipiert. Der großzügige Hauptraum der Galerie wird von Billi Thanners unverkennbarer Energie geprägt, während Madita Kloss im Rahmen von „Kunst im Kabinett“ einen konzentrierten, intimen Resonanzraum bespielt. Zwei räumlich getrennte Präsentationen, die inhaltlich eng miteinander verwoben sind, laden dazu ein, zwischen expressiver Unmittelbarkeit und erzählerischer Verdichtung zu wechseln. Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Zeit nicht linear zu denken, sondern als Geflecht aus Überlagerungen, Brüchen und Wiederholungen.

  • Eröffnung: 02. März – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 06. April

Kunstwerke der Ausstellung

Closed

Louis Szápáry

Closed, 2017

28 x 19 cm
Lithografie
Why struggle to open a door between us when the entire wall is an illusion?

Mathias Kloser

Why struggle to open a door between us when the entire wall is an illusion?, 2012-2017

34 x 24 cm
Mischtechnik auf Papier, gerahmt
noch einmal Frühling

Madita Kloss

noch einmal Frühling, 2026

27 x 22 cm
Ölpastell, Öl und Acryl auf Leinwand
Ottilie

Frenzi Rigling

Ottilie, 2019

50 x 40 cm
Textil inkl. Rahmen
Reform (helles Lila)

Sebastian Speckmann

Reform (helles Lila), 2024

27 x 21 cm
Linolschnitt Edition overt
Fresnaida 2

Hubert Schmalix

Fresnaida 2, 1986

33 x 25.5 cm
Aquatintaradierung 20/30
Badetag

Peter Niedertscheider

Badetag, 2020

21 x 30 cm
Relief, Untersberger Marmor
Hommage an Baselitz

Heiner Meyer

Hommage an Baselitz, 2004

180 x 120 cm
Öl und Schellack auf Leinwand
Aus der Serie „Zöpfe“

Isa Stein

Aus der Serie "Zöpfe", 2016

40 x 40 cm
Tusche auf Papier
Gorge

Suzanne Levesque

Gorge, 2019

20 x 15 x 4 cm
Öl auf Holz
Aus der Serie „Zöpfe“

Isa Stein

Aus der Serie "Zöpfe", 2016

40 x 40 cm
Tusche auf Papier
New Artwork

Unknown Unkonwn

New Artwork,

60.5 x 47.5 cm
Leider sind keine Werke verfügbar
Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Billi Thanner

Billi Thanner

Billi Thanner zählt zu den markantesten Stimmen der österreichischen Gegenwartskunst. Spätestens mit ihrer monumentalen Installation „Himmelsleiter“ (2021), die den Wiener Stephansdom in goldenes Neonlicht tauchte, wurde sie auch über die Kunstwelt hinaus bekannt. 2025 beeindruckt sie mit der Lichtinstallation  „Unendlichkeit des Lichtes“  auf der Votivkirche. Thanners Praxis ist vielseitig und physisch präsent: Neon, Licht, Aktionismus, Malerei und installative Eingriffe verschmelzen zu einer Kunst, die Räume nicht nur bespielt, sondern atmosphärisch auflädt.

Besonders charakteristisch ist ihre Malerei auf speziellen Folien, die an Hinterglas-Techniken erinnert und eine künstlich schillernde Oberfläche erzeugt. Inhaltlich rückt Thanner die Frau ins Zentrum: selbstbewusst, fordernd, nicht dekorativ, sondern handelnd. Ihre Arbeiten verbinden Konsumästhetik mit existenziellen Fragestellungen und thematisieren Schönheit, Vergänglichkeit, Körperpolitik und gesellschaftliche Verantwortung. In Zeitlinien erscheinen ihre Werke wie Marker einer intensiv gelebten Gegenwart: laut, leuchtend, emotional zugänglich und zugleich philosophisch aufgeladen.

Madita Kloss

Als bewusster Kontrapunkt dazu steht die Präsentation von Madita Kloss im Kabinett der Galerie. Kloss (1988) bringt einen ungewöhnlich direkten Zugang zur Malerei mit, geprägt durch ihre frühere Tätigkeit als erfolgreiche Art Directorin. Dieser Hintergrund verleiht ihren Arbeiten eine hohe visuelle Präzision, ein ausgeprägtes Gespür für Komposition und narrative Spannung.

In ihren Gemälden verbinden sich biblische und mythologische Motive mit zeitgenössischer Popkultur und expressiver Farbigkeit. Frauenfiguren treten als aktive, selbstbestimmte Protagonistinnen auf, eingebettet in Bildräume, die wie verdichtete Szenen eines visuellen Dramas wirken. Kloss arbeitet mit spontaner Gestik, kräftigen Linien und mutigen Farbflächen, zugleich jedoch mit großer Sensibilität für Rhythmus und Struktur. Im intimen Rahmen des Kabinetts entfalten diese Arbeiten eine besondere Intensität: sie verlangen Nähe, Zeit und Aufmerksamkeit. Ihre Werke wirken wie Zeitfragmente, in denen Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig präsent sind.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Madita Kloss

Die Eröffnung von Zeitlinien am 2. März um 19:00 Uhr markiert einen besonderen Start im Jahresprogramm der Galerie Schloss Parz. Zwei künstlerische Positionen treffen aufeinander, die den Raum auf unterschiedliche Weise beanspruchen und gerade dadurch einen produktiven Dialog eröffnen. Der Wechsel zwischen Hauptraum und Kabinett wird selbst zur Erfahrung: von der leuchtenden, raumgreifenden Geste hin zur stillen, erzählerischen Konzentration.

Zeitlinien lädt dazu ein, diese Übergänge bewusst wahrzunehmen und sich auf unterschiedliche Geschwindigkeiten des Sehens einzulassen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig zeitgenössische Kunst Zeit reflektieren kann: als Moment, als Erinnerung, als Projektion.

Billi Thanner
Restilicht aus der Serie Zeitlinien, 2025
Mixed Media, 180X110CM
Photo: Katharina Schiffl
Madita Kloss
Weisheit II, 2025
Ölpastell und Acryl auf Leinwand, 90X70CM

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Galerie Schloss Parz – Die Kunstgalerie Oberösterreichs

Auf knapp 400m² können Sie in unserer Galerie zeitgenössische Kunst in einem musealen Rahmen sehen und kaufen. Nicht nur durch die großen Räume mit den hohen Decken, sondern auch durch die Vielfalt an nationaler und Internationaler Kunst, besticht die Galerie. In unserem Schaulager haben Kunstinteressierte die Möglichkeit einen Blick in die Ausstellungsgeschichte der Kunstgalerie zu werfen. Wir bieten hier die Möglichkeit durch eine Auswahl von über 800 Kunstwerke von mehr als 80 Künstlern zu stöbern. Das wahrscheinlich größte Schaulager einer Galerie in Oberösterreich.

Künstler:Innen und deren Kunstwerke zum Verkauf in der Kunstgalerie Schloss Parz

Abgesehen von unseren laufend sich ändernden Ausstellungen finden Sie folgende Künstler bei uns durchgehend auf Lager:

Christian Ludwig Attersee

Wir haben eine Vielzahl an Kunstwerken von Christian Ludwig Attersee lagernd zum Kauf und Betrachten in unseren Räumlichkeiten.

„In der schönsten Galerie Österreichs“ (Zitat: Christian Ludwig Attersee)

Jakob Gasteiger

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