PARZ ONE DESIGN AND PROJECTS

13. April – Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

13. April – Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Informationen zur Gruppenausstellung Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Diese Ausstellung vereint drei Künstler, deren Werke auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade darin ihre besondere Harmonie entfalten. Malerei ohne Pinsel, Skulptur fast ohne Volumen und eine Malerei, die zwischen Gegenstand und Auflösung oszilliert. Was sie verbindet, ist ein radikales Nachdenken über Oberfläche, Material und Wahrnehmung.

Die Arbeiten von Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner treten nicht in Konkurrenz, sondern stehen nebeneinander wie drei unterschiedliche Sprachen, die über dieselben Themen sprechen. Es geht um Reduktion und Intensität, um das Sichtbarwerden von Zeit im Material, um das Verhältnis von Kontrolle und Loslassen. Der Ausstellungsraum wird dabei zum Resonanzkörper: Licht, Schatten und Bewegung der BetrachterInnen aktivieren die Werke immer wieder neu.

Gemeinsam erzeugen die drei Positionen eine Atmosphäre konzentrierter Stille, die nicht leer, sondern hoch aufgeladen ist. Gasteigers rhythmische Farbrillen antworten auf Niedertscheiders kaum merkliche Tiefen im Stein, während Ruthners malerische Gesten wie ein pulsierender Gegenpol wirken. Die Ausstellung entfaltet sich als choreografiertes Nebeneinander, in dem jedes Werk Raum lässt für die anderen und für die Wahrnehmung.

  • Eröffnung: 13. April – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 31. Mai

Kunstwerke der Ausstellung

Festival

Peter Niedertscheider

Festival, 2017

17.5 x 23.2 cm
Kalkstein
Festival

Peter Niedertscheider

Festival, 2024

15 x 19 cm
Relief auf Kalkstein
O.T.

Jakob Gasteiger

O.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2017

110 x 90 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Peter Niedertscheider

o.T., 2023

14.5 x 20.5 cm
Steinätzung, Untersberger Marmor
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2024

50 x 40 cm
Acryl auf Leinwand
Cat

Alexander Ruthner

Cat, 2025

30 x 25 cm
waterbased emulsion and oil on canvas
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2014

40 x 25 cm
Öl auf Papier
O.T.

Jakob Gasteiger

O.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Alexander Ruthner

o.T., 2026

50 x 40 cm
Öl auf Leinwand
Grün Und Blaue Landschaft

Alexander Ruthner

Grün Und Blaue Landschaft, 2026

110 x 100 cm
Öl auf Leinwand
Leider sind keine Werke verfügbar
Porträt – Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger (*1953, Salzburg) hat die Malerei von einer ihrer zentralen Gewissheiten befreit: dem Pinsel. Mit Kartonkämmen zieht er pastose Farbe in gleichmäßigen Bahnen über Leinwand oder Sperrholzplatten. Farbe wird bei ihm nicht zum Mittel der Darstellung, sondern zum eigentlichen Inhalt. Seine Werke sind Selbstdarstellungen der Farbe: präzise, ruhig und zugleich sinnlich.

Die gezogenen Rillen reagieren sensibel auf Licht und Standort, erzeugen Schatten, Vibration und Tiefe. Malerei wird zu einem körperlich erfahrbaren Ereignis. Als wichtiger Vertreter der Analytischen Malerei steht Gasteiger für eine radikale Reduktion, die paradoxerweise maximale Präsenz erzeugt.

Peter Niedertscheider

Peter Niedertscheider (*1972, Lienz) arbeitet mit Stein und entzieht ihm das Monumentale. In Marmor und Kalkstein realisiert er feinste Flachreliefs, oft nur wenige Millimeter tief. Mit der Technik des Rilievo Schiacciato entstehen Oberflächen, die weich wirken, fast textil, obwohl sie aus hartem Material bestehen.

Charakteristisch ist das Spiel mit dem Unvollendeten: hochpräzise Partien stehen neben roh belassenen Flächen. So entsteht eine Spannung zwischen klassischer Skulptur und zeitgenössischer Abstraktion. Niedertscheiders Arbeiten verlangen Nähe, langsames Sehen und Aufmerksamkeit für minimale Verschiebungen.

Porträt – Peter Niedertscheider
Porträt – Alexander Ruthner

Alexander Ruthner

Alexander Ruthner (*1982, Wien) bewegt sich souverän zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Ausgangspunkt seiner Malerei sind oft vertraute Motive: Blumen, Pflanzen, Fragmente von Natur, die sich im Malprozess zunehmend auflösen. Entscheidend ist nicht das Motiv, sondern der Akt des Malens selbst: Schichtung, Übermalung, Duktus.

Ruthners Bilder tragen Spuren von Zeit, von Korrektur und Verdichtung. Farben beginnen zu flirren, Formen verlieren ihre Eindeutigkeit. Seine Malerei ist sinnlich und zugleich reflektiert, ein permanentes Austarieren zwischen Kontrolle und Offenheit.

Jakob Gasteiger
o.T., 2023
Acryl auf Leinwand, 90X70CM
Peter Niedertscheider
Raumteiler Amy, 2022
Solnhofener Kalk, 35x35CM
Alexander Ruthner
Out Playing, 2025
Öl auf Leinwand, 40x30CM
08. Juni – Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

08. Juni – Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

Informationen zur Ausstellungseröffnung Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

Mit der gemeinsamen Ausstellung von Heiner Meyer und Sebastian Speckmann präsentiert die Galerie zwei Künstler, deren Werke aus unterschiedlichen künstlerischen Traditionen hervorgehen und dennoch in einen intensiven Dialog treten. Meyers fotorealistische Pop-Art-Malerei und Speckmanns hochkomplexe Druckgrafik markieren zwei Pole zeitgenössischer Bildproduktion: maximale Sichtbarkeit und radikale Reduktion, Überfluss und Konzentration, Oberfläche und Tiefe. Gerade in dieser Gegenüberstellung entfaltet sich eine Spannung, die den Blick schärft und Wahrnehmung neu justiert.

Der Ausstellungsraum wird so zu einem Feld wechselnder Intensitäten. Meyers Gemälde dominieren durch Präsenz, Farbe und ikonische Klarheit, während Speckmanns Arbeiten Nähe verlangen und sich erst in der stillen Betrachtung vollständig erschließen. Beide Positionen eint eine kompromisslose technische Meisterschaft und ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Macht der Bilder. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Bild unserer Gegenwart, in dem Konsum, Erinnerung, Melancholie und ästhetische Verführung nebeneinander bestehen.

  • Eröffnung: 08. Juni – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 19. Juli
Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Heiner Meyer

Heiner Meyer

Heiner Meyer (*1953 in Bielefeld) ist eine Ausnahmeerscheinung der deutschen Gegenwartskunst und gilt als unbestrittener Meister der zeitgenössischen Pop-Art. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und war Meisterschüler bei Malte Sartorius. Prägende Jahre verbrachte er in Spanien, wo er eng mit Salvador Dalí zusammenarbeitete. Diese Erfahrung von Exzentrik, Inszenierung und handwerklicher Präzision ist bis heute in seinem Werk spürbar.

In Meyers Gemälden prallen Bildwelten aufeinander: Antike Skulpturen, kunsthistorische Zitate und klassische Körperideale treffen auf Supermodels, Luxusfahrzeuge und globale Marken wie Chanel oder Louis Vuitton. Mit fotorealistischer Genauigkeit malt er Glanz, Lichtreflexe und Oberflächen und erschafft Bilder von verführerischer Perfektion. Meyer verzichtet bewusst auf moralische Wertungen. Er beobachtet das Zusammenspiel von Erotik, Status und Vergänglichkeit und friert den schönen Schein unserer Konsumgesellschaft in Öl ein. Mit über 300 Einzelausstellungen weltweit zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern seiner Generation.

Sebastian Speckmann

Sebastian Speckmann (*1982 in Wolfen) ist ein grafischer Virtuose, der aus der Tradition der Leipziger Schule hervorgegangen ist. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, zunächst bei Neo Rauch, später als Meisterschüler von Heribert C. Ottersbach. Speckmann hat sich einer Technik verschrieben, die lange als unterschätzt galt: dem Linol- und Holzschnitt.

Was bei vielen mit groben Konturen assoziiert wird, führt Speckmann an die Grenze des technisch Machbaren. Mit äußerster Präzision schneidet er feinste Raster und Strukturen in die Druckplatten, die aus der Distanz an digitale Pixel oder körnige Fotografien erinnern. Seine Motive verlassene Interieurs, rätselhafte Landschaften oder stille Porträts tragen eine romantische, bisweilen unheimliche Melancholie. Speckmann arbeitet nach dem Prinzip des Wegnehmens und schneidet das Licht aus der Dunkelheit heraus. So entstehen Bilder von enormer Dichte und atmosphärischer Tiefe. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Preis der Paper Positions, sowie internationale Ausstellungen belegen die Aktualität seiner Arbeit.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Sebastian Speckmann

In der gemeinsamen Präsentation von Heiner Meyer und Sebastian Speckmann entsteht eine Ausstellung, die Gegensätze nicht auflöst, sondern produktiv nebeneinander stellt und gerade dadurch einen konzentrierten, vielschichtigen Blick auf die Bildwelten der Gegenwart eröffnet.

Heiner Meyer
Hommage an Ingres 2016
Öl auf Leinwand – 120X100CM
Sebastian Speckmann
Vortex, 2022
Linolschnitt, 41,5×51,5CM
18. Juni – Parov Stelar – Leave The Future Behind – Salzkammergut Festwochen Gmunden

18. Juni – Parov Stelar – Leave The Future Behind – Salzkammergut Festwochen Gmunden

Eine außergewöhnliche Werkschau im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit Marcus Füreder, weltweit bekannt unter seinem Pseudonym Parov Stelar, begrüßen wir einen Künstler, der wie kaum ein anderer die Grenzen zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung auflöst. Die Ausstellung mit dem Titel „Leave The Future Behind“ findet in Kooperation mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden statt und bietet einen tiefen Einblick in das vielschichtige Gesamtwerk des Österreichers.

Pingo ergo sum – Ich male, also bin ich

Während ein Millionenpublikum Parov Stelar als Pionier des Electro Swing und international gefeierten Musiker kennt, liegt der Ursprung seines kreativen Schaffens in der bildenden Kunst. Schon vor seinem weltweiten Durchbruch auf den Bühnen von Coachella bis Glastonbury studierte Füreder Kunst und Design in Linz sowie Berlin. Die Malerei ist für ihn kein bloßes Nebenprojekt, sondern ein existenzieller Ausdruck und der notwendige Gegenpol zur digitalen Musikproduktion. Sein Arbeitsprozess ist dabei so dynamisch wie seine Beats. Häufig beginnt ein Werk mit einem digitalen Entwurf, bei dem das Spiel mit dem Zufall, Collagen und Montagen im Vordergrund stehen. Diese Fragmente werden anschließend in einem intensiven analogen Prozess auf die Leinwand übertragen. In der Arbeit mit Ölfarben sucht Füreder die unmittelbare Impulsreaktion. Ein Bild ist für ihn erst dann vollendet, wenn es ihm „entgegenblickt“ und eine eigene, physische Präsenz entwickelt. Diese haptische Arbeit bietet ihm den nötigen Rückzugsort und eine Stille, die im Kontrast zum Rhythmus seiner musikalischen Karriere steht.

Ein Dialog zwischen den Welten

Die Ausstellung in Gmunden thematisiert diesen faszinierenden Zwischenraum. Die gezeigten Arbeiten lassen Einflüsse der Pop Art erkennen und erinnern in ihrer visuellen Kraft an Größen wie Andy Warhol oder Robert Rauschenberg. Doch Füreder entwickelt eine ganz eigene, hochgradig emotionale Bildwelt. Es sind psychografische Auseinandersetzungen, in denen persönliche Erfahrungen, innere Spannungen und Fragmente der Erinnerung sichtbar werden. Besonders spannend ist die Verbindung zu seinem aktuellen musikalischen Schaffen. Sein neuestes Album „Artifact“ setzt sich mit ähnlichen Themen wie Zeit, Erinnerung und parallelen Realitäten auseinander. Musik und Malerei entstehen bei Marcus Füreder in einem parallelen Prozess und befruchten sich gegenseitig. In der Ausstellung wird diese untrennbare Verbindung spürbar: Aus Klang wird Erinnerung, aus Farbe wird Emotion.

Kunst als unmittelbare Begegnung im Salzkammergut

Die Salzkammergut Festwochen Gmunden bieten den idealen Rahmen für diese Werkschau. In einer Region, die seit Generationen als Resonanzraum für Künstlerinnen und Künstler dient, lädt „Leave The Future Behind“ dazu ein, den Moment ganz neu zu bewerten. Der Titel wirkt wie ein paradoxer Aufruf: Wie kann man die Zukunft hinter sich lassen? Vielleicht, indem man sich der permanenten digitalen Überreizung entzieht und wieder lernt, wahrhaftig zu sehen und zu fühlen. Diese Ausstellung ist mehr als die Präsentation eines berühmten Musikers als Maler. Sie ist eine Einladung zum Dialog und eine Suche nach jener fragilen Form von Echtheit, nach der wir uns in einer zunehmend künstlichen Welt sehnen. Wir laden Sie herzlich ein, diese Magie der Verwandlung selbst zu erleben und in den faszinierenden Kosmos von Marcus Füreder einzutauchen.

  • Eröffnung: 18. Juni
  • Ausstellungsdauer: 16. August
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen
  • Ort: K-Hof Kammerhof Museum Gmunden
  • Eintritt: Erwachsene € 10,00 Euro Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre € 3,00
02. März – „Zeitlinien“ – Billi Thanner – Kunst im Kabinett: Madita Kloss

02. März – „Zeitlinien“ – Billi Thanner – Kunst im Kabinett: Madita Kloss

Informationen zur Ausstellungseröffnung „Zeitlinien“ mit Billi Thanner

Wenn sich ab 2. März die Türen der Galerie Schloss Parz öffnen, entfaltet sich mit Zeitlinien ein spannungsreicher Dialog zweier souveräner künstlerischer Handschriften. Billi Thanner und Madita Kloss stehen für unterschiedliche Generationen, ästhetische Strategien und Erfahrungsräume – und doch kreuzen sich ihre Arbeiten in zentralen Fragen unserer Zeit. Identität, Selbstbild, Körper, Spiritualität und die Macht der Bilder ziehen sich wie unsichtbare Linien durch diese Ausstellung und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte.

Zeitlinien ist bewusst als Gegenüberstellung konzipiert. Der großzügige Hauptraum der Galerie wird von Billi Thanners unverkennbarer Energie geprägt, während Madita Kloss im Rahmen von „Kunst im Kabinett“ einen konzentrierten, intimen Resonanzraum bespielt. Zwei räumlich getrennte Präsentationen, die inhaltlich eng miteinander verwoben sind, laden dazu ein, zwischen expressiver Unmittelbarkeit und erzählerischer Verdichtung zu wechseln. Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Zeit nicht linear zu denken, sondern als Geflecht aus Überlagerungen, Brüchen und Wiederholungen.

  • Eröffnung: 02. März – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 06. April

Kunstwerke der Ausstellung

o.T.

Billi Thanner

o.T., 2026

40 x 30 cm
Mixed Media
o.T.

Billi Thanner

o.T., 2026

30 x 20 cm
Mixed Media
o.T.

Billi Thanner

o.T., 2026

40 x 30 cm
Mixed Media
o.T.

Billi Thanner

o.T., 2026

30 x 20 cm
Mixed Media
Leider sind keine Werke verfügbar
Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Billi Thanner

Billi Thanner

Billi Thanner zählt zu den markantesten Stimmen der österreichischen Gegenwartskunst. Spätestens mit ihrer monumentalen Installation „Himmelsleiter“ (2021), die den Wiener Stephansdom in goldenes Neonlicht tauchte, wurde sie auch über die Kunstwelt hinaus bekannt. 2025 beeindruckt sie mit der Lichtinstallation  „Unendlichkeit des Lichtes“  auf der Votivkirche. Thanners Praxis ist vielseitig und physisch präsent: Neon, Licht, Aktionismus, Malerei und installative Eingriffe verschmelzen zu einer Kunst, die Räume nicht nur bespielt, sondern atmosphärisch auflädt.

Besonders charakteristisch ist ihre Malerei auf speziellen Folien, die an Hinterglas-Techniken erinnert und eine künstlich schillernde Oberfläche erzeugt. Inhaltlich rückt Thanner die Frau ins Zentrum: selbstbewusst, fordernd, nicht dekorativ, sondern handelnd. Ihre Arbeiten verbinden Konsumästhetik mit existenziellen Fragestellungen und thematisieren Schönheit, Vergänglichkeit, Körperpolitik und gesellschaftliche Verantwortung. In Zeitlinien erscheinen ihre Werke wie Marker einer intensiv gelebten Gegenwart: laut, leuchtend, emotional zugänglich und zugleich philosophisch aufgeladen.

Madita Kloss

Als bewusster Kontrapunkt dazu steht die Präsentation von Madita Kloss im Kabinett der Galerie. Kloss (1988) bringt einen ungewöhnlich direkten Zugang zur Malerei mit, geprägt durch ihre frühere Tätigkeit als erfolgreiche Art Directorin. Dieser Hintergrund verleiht ihren Arbeiten eine hohe visuelle Präzision, ein ausgeprägtes Gespür für Komposition und narrative Spannung.

In ihren Gemälden verbinden sich biblische und mythologische Motive mit zeitgenössischer Popkultur und expressiver Farbigkeit. Frauenfiguren treten als aktive, selbstbestimmte Protagonistinnen auf, eingebettet in Bildräume, die wie verdichtete Szenen eines visuellen Dramas wirken. Kloss arbeitet mit spontaner Gestik, kräftigen Linien und mutigen Farbflächen, zugleich jedoch mit großer Sensibilität für Rhythmus und Struktur. Im intimen Rahmen des Kabinetts entfalten diese Arbeiten eine besondere Intensität: sie verlangen Nähe, Zeit und Aufmerksamkeit. Ihre Werke wirken wie Zeitfragmente, in denen Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig präsent sind.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Madita Kloss

Die Eröffnung von Zeitlinien am 2. März um 19:00 Uhr markiert einen besonderen Start im Jahresprogramm der Galerie Schloss Parz. Zwei künstlerische Positionen treffen aufeinander, die den Raum auf unterschiedliche Weise beanspruchen und gerade dadurch einen produktiven Dialog eröffnen. Der Wechsel zwischen Hauptraum und Kabinett wird selbst zur Erfahrung: von der leuchtenden, raumgreifenden Geste hin zur stillen, erzählerischen Konzentration.

Zeitlinien lädt dazu ein, diese Übergänge bewusst wahrzunehmen und sich auf unterschiedliche Geschwindigkeiten des Sehens einzulassen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig zeitgenössische Kunst Zeit reflektieren kann: als Moment, als Erinnerung, als Projektion.

Billi Thanner
Restilicht aus der Serie Zeitlinien, 2025
Mixed Media, 180X110CM
Photo: Katharina Schiffl
Madita Kloss
Weisheit II, 2025
Ölpastell und Acryl auf Leinwand, 90X70CM
07. September – Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

07. September – Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

Informationen zur Ausstellungseröffnung mit Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

Nach der schöpferischen Sommerpause öffnet die Galerie Schloss Parz wieder ihre Pforten für das kunstinteressierte Publikum. Wir freuen uns, diesen Herbst mit einem ganz besonderen Highlight einzuleiten: Am Montag, den 7. September um 19:00 Uhr, laden wir Sie herzlich zur feierlichen Doppeleröffnung ein. In zwei räumlich getrennten, jedoch zeitgleich stattfindenden Einzelausstellungen präsentieren wir mit Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl zwei Ausnahmepositionen der Malerei, die das Spannungsfeld zwischen Tradition und radikaler Zeitgenossenschaft perfekt ausloten.

  • Eröffnung: 07. September – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 25. Oktober

Obwohl es sich um zwei eigenständige Werkschauen handelt, korrespondieren die Arbeiten von Anzinger und Rothwangl auf einer tiefen ästhetischen Ebene. Beide Künstler eint die Ablehnung des Starren und Akribischen zugunsten einer explosiven, gestischen Freiheit. Es ist eine Malerei, die den Prozess des Entstehens nicht verbirgt, sondern feiert. Ein Tanz zwischen der Auflösung der Form und der Rückkehr zum Figürlichen. Während Siegfried Anzinger als international anerkannte Institution die Malerei seit Jahrzehnten prägt, zeigt Christian Rothwangl die vitale Fortführung dieser Tradition in der jungen Generation.

Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Portrait Anzinger
© Bernhard Holub

Siegfried Anzinger

Siegfried Anzinger gilt unbestritten als einer der einflussreichsten bildenden Künstler unserer Zeit. Als Mitbegründer der „Neuen Wilden“ in den 1980er-Jahren brach er verkrustete Strukturen auf und gab der Malerei ihre Unmittelbarkeit zurück. Seine Werke bestechen durch eine meisterhafte Leichtigkeit, oft unter Verwendung von Leimfarbe, die durch ihre schnelle Trocknung keine Reue und keine Korrektur zulässt – jeder Pinselstrich ist eine endgültige Entscheidung.

Anzingers weltweite Strahlkraft zeigt sich in seiner beeindruckenden Präsenz in den bedeutendsten Museen der Welt. Seine Werke sind fester Bestandteil der Sammlungen des MoMA (Museum of Modern Art) in New York, der Albertina in Wien, des MUMOK (Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien), des Kunsthauses Zürich sowie des Museums Ludwig in Köln. Durch seine Teilnahmen an der Biennale von Venedig und der Documenta in Kassel hat er sich fest im Kanon der Kunstgeschichte eingeschrieben. Ein Anzinger in einer Sammlung ist nicht nur ein Bekenntnis zur hohen Malerei, sondern ein Investment in ein Stück Weltkulturerbe der Moderne.

Christian Rothwangl

Mit Christian Rothwangl präsentiert die Galerie Schloss Parz einen Künstler, der in Fachkreisen als eine der spannendsten Neuentdeckungen der letzten Jahre gehandelt wird. Seine künstlerische Handschrift wurde in den bedeutendsten Schmieden der Malerei geformt: Rothwangl ist ein Absolvent der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er in den Klassen der renommierten Professoren Gunther Damisch und Christian Schwarzwald studierte. Diese prägende Wiener Schule ergänzte er durch internationale Impulse an der UCL Slade School of Fine Art in London und an der HFBK Hamburg, wo er bei der international gefeierten Künstlerin Jutta Koether tiefere Einblicke in diskursive Malereistrategien gewann.

Rothwangl gelingt es, die Energie seiner Lehrmeister aufzugreifen und in eine völlig eigene, zeitgemäße Sprache zu übersetzen. Seine Bilder sind Kraftfelder aus impulsiven Skizzen und dichten Farbschichten, die eine enorme visuelle Sogwirkung entfalten. Dass sein Weg steil nach oben führt, unterstreichen Ausstellungen in Institutionen wie dem Belvedere 21 und dem Künstlerhaus Wien. Für Sammler bietet die Einzelausstellung von Christian Rothwangl die seltene Gelegenheit, ein Werk eines Künstlers zu erwerben, der bereits jetzt museale Relevanz genießt und dessen internationale Karriere gerade erst an Fahrt aufnimmt.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Christian Rothwangl
© Daniel Pabst

Ein Fest für die Sinne: Die Synergie im Schloss Parz

Diese beiden parallelen Ausstellungen bilden eine Brücke zwischen der etablierten Weltspitze und der aufstrebenden Avantgarde. In den historischen Räumlichkeiten der Galerie Schloss Parz entsteht so ein einzigartiger Raum für Kontemplation und Diskurs. Wir laden Sie ein, die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Medium Malerei zu vergleichen und die haptische Qualität der Oberflächen sowie die Intensität der Farben unmittelbar vor Ort zu erleben.

Der Saisonauftakt am 7. September ist mehr als eine Vernissage – es ist ein Plädoyer für die Beständigkeit und die Erneuerungskraft der Malerei. Wir freuen uns darauf, Sie nach der Sommerpause wieder persönlich begrüßen zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen in diese zwei außergewöhnlichen künstlerischen Welten einzutauchen.

Siegfried Anzinger
Löwenschaffung, roter Baum, 2017
Leimfarbe auf Leinwand – 135X110CM
Christian Rothwangl
o.T., 2025
Acryl und Tinte auf Leinwand – 190X150CM
Raum, Bild und Skulptur: Annerose Riedls „Zwischen-Räume“ in Linz

Raum, Bild und Skulptur: Annerose Riedls „Zwischen-Räume“ in Linz

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

für alle, die sich für die faszinierenden Schnittstellen von Malerei, Skulptur und konzeptueller Kunst interessieren, gibt es derzeit ein besonderes Highlight in Oberösterreich: Das Schlossmuseum Linz widmet der renommierten österreichischen Künstlerin Annerose Riedl eine tiefgründige Einzelausstellung.

Die Schau trägt den Titel „Zwischen-Räume“ und ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Realität und Illusion. Die Ausstellung, die noch bis zum 8. Februar 2026 zu sehen ist, gibt einen konzentrierten Einblick in die zentralen Themen im Schaffen der Künstlerin. Annerose Riedl ist eine Meisterin darin, die traditionellen, oft starren Grenzen zwischen den künstlerischen Gattungen aufzulösen.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das namensgebende „Dazwischen“: der flüchtige, fast magische Moment, in dem eine gemalte Figur den ihr zugewiesenen Bildraum zu verlassen scheint, oder eine physische Skulptur plötzlich wie der Teil einer zweidimensionalen Zeichnung wirkt.

In der Linzer Schau wird dieser intellektuelle Ansatz auf beeindruckende Weise sinnlich erfahrbar gemacht. Annerose Riedl stellt ihre Skulpturen in einen direkten und spannungsgeladenen Dialog mit Malereien. Als Bildträger für diese Malereien dienen ihr dabei oft unkonventionelle Materialien, wie etwa ausrangierte Schullandkarten. Diese Karten bringen bereits eine eigene Geschichte, eine eigene Kartografie von Raum und Zeit mit. Annerose Riedl überschreibt diese vordefinierten Ebenen, schafft durch feine, präzise gesetzte perspektivische Linien neue, oft fast leere oder bühnenartige Räume.

In diese Zonen setzt sie ihre Figuren. Ob gemalt oder als Skulptur – sie scheinen sich im Übergang zu befinden, die Fiktion des Bildes zu verlassen und in den realen Raum des Betrachters einzutreten. Ein besonderer Fokus der Ausstellung im Schlossmuseum Linz liegt zudem auf einer jüngeren Werkserie von Frauenfiguren. Diese Skulpturen bestechen durch eine ganz eigene, unaufdringliche Präsenz: Sie wirken geerdet, in sich ruhend, selbstbewusst und sind gleichzeitig von einer subtilen, oft feinen Selbstironie geprägt.

Als Galerie Schloss Parz ist es uns eine besondere Freude, das Werk von Annerose Riedl seit vielen Jahren zu begleiten und in unserem Programm zu führen. Ihre konsequente, intellektuelle und zugleich zutiefst menschliche Auseinandersetzung mit dem Raum, dem Körper und der Wahrnehmung ist ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen österreichischen Kunst.

Interessierte finden einen detaillierten Einblick in die bei uns geführten Arbeiten der Künstlerin.

Muntean/Rosenblum bei „Mädchen sein!?“ im Lentos*

Muntean/Rosenblum bei „Mädchen sein!?“ im Lentos*

Wir freuen uns, dass das Künstlerduo Muntean/Rosenblum mit einer Arbeit in der aktuellen Ausstellung Mädchen* sein!? im Lentos Kunstmuseum Linz vertreten ist. Die Schau nähert sich in über 150 Exponaten der Frage, wie Mädchen* heute wahrgenommen werden – zwischen Rollenbildern, Social-Media-Präsenz, fließenden Geschlechtern und Diversität. 
Herzliche Gratulation an Muntean/Rosenblum – und viel Freude beim Besuch der Ausstellung!

https://www.lentos.at/ausstellungen/maedchen-sein

UNTER TAUSEND – 2025

Am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, lädt die Galerie Schloss Parz zu einem besonderen vorweihnachtlichen Nachmittag ein: Unter Tausend Beginn ist um 14:00 Uhr, das Ende ist offen. Bei Punsch, Gesprächen und entspannter Atmosphäre möchten wir gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern den Advent inmitten von Kunst genießen.

Unter Tausend steht für die Idee, dass Kunst kein Luxusgut sein muss, sondern Teil des Lebens werden darf. Alle ausgestellten Werke – Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur oder Keramik – sind zu Preisen unter tausend Euro erhältlich. Damit ist die Ausstellung eine Einladung, sich selbst oder anderen ein Stück Originalität, Ausdruck und Schönheit zu schenken. Ein Kunstwerk als Weihnachtsgeschenk ist mehr als ein Gegenstand: Es ist eine persönliche Geste, die bleibt, die inspiriert und die den Alltag bereichert.

Der Nachmittag wird bewusst ungezwungen gestaltet – kein klassischer Ausstellungseröffnungstermin, sondern ein offenes Beisammensein. Zwischen Glühweinduft, Kerzenlicht und Gesprächen über Kunst soll Raum entstehen, um Neues zu entdecken und Bekanntes wiederzufinden. Viele der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, die regelmäßig in der Galerie ausstellen, zeigen eigens für Unter Tausend geschaffene kleinere Formate und Editionen. Diese Arbeiten zeichnen sich durch ihre Unmittelbarkeit und Authentizität aus – sie sind Momentaufnahmen künstlerischen Schaffens, kleine Kostbarkeiten, die das Wesen der Kunst in konzentrierter Form einfangen.

Ob als Einstieg in das Sammeln zeitgenössischer Kunst oder als besonderes Weihnachtsgeschenk: Unter Tausend bietet die Gelegenheit, mit einem Originalwerk Freude zu schenken – nachhaltig, sinnlich und mit persönlicher Bedeutung. Kunst ist hier nicht unnahbar oder elitär, sondern lebendig, nahbar und voller Emotion. Jede Arbeit erzählt ihre eigene Geschichte, trägt die Handschrift ihres Schöpfers und verbindet die Betrachterin, den Betrachter mit der Welt des Schaffens und der Inspiration.

Die Galerie Schloss Parz, mit ihren historischen Räumen im Renaissance-Wasserschloss, bietet dafür den perfekten Rahmen. Zwischen Gewölben und Kunstwerken, mit wärmendem Punsch und einer offenen, adventlichen Stimmung, entsteht ein Ort der Begegnung und Entschleunigung. Wer also noch auf der Suche nach einem Geschenk ist, das bleibt, oder einfach einen schönen Sonntagnachmittag in künstlerischer Atmosphäre verbringen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen, zu verweilen und sich inspirieren zu lassen.

Unter Tausend – ein Nachmittag für Kunstliebhaber, Sammlerinnen, Freunde und alle, die sich vom Zauber der Kunst anstecken lassen möchten.

Untenstehend finden Sie einen Auszug der teilnehmenden Künstler

Michaela Kessler

Christoph Kaltseis

Yvonne Kendall

Marion Killianowitsch

Kunst-Tipp: Große Hubert Schmalix Retrospektive in Klagenfurt

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

der österreichische Kunstherbst hält ein besonderes Ereignis für alle Liebhaber der zeitgenössischen Malerei bereit: Die Stadtgalerie Klagenfurt ehrt Hubert Schmalix, einen der wichtigsten und einflussreichsten österreichischen Maler seiner Generation, mit einer umfassenden Retrospektive.

Unter dem Titel „Once upon a time…“ ermöglicht die Alpen-Adria-Galerie einen tiefen und facettenreichen Einblick in das Gesamtwerk dieses prägenden Künstlers. Die Ausstellung, die vom 24. Oktober 2025 bis zum 1. Februar 2026 zu sehen ist, bietet die seltene Gelegenheit, die beeindruckende künstlerische Evolution von Hubert Schmalix detailliert nachzuvollziehen.

Die Schau ist ein absolutes Muss für alle, die sich für die österreichische Kunst nach 1945 interessieren. Hubert Schmalix war eine Schlüsselfigur der sogenannten „Neuen Wilden“ (oder „Neuen Malerei“) in den 1980er-Jahren. Mit über 40 Werken aus dem Nachlass spannt die Retrospektive einen weiten Bogen: von seinem eruptiven, poetischen und oft gestisch-abstrakten Aufbruch in Wien bis hin zu den von Reflexion und formaler Reduktion geprägten Bildern seines Spätwerks.

Die Ausstellung in Klagenfurt zeigt eindrucksvoll, wie Hubert Schmalix die Malerei stets als ein dynamisches Spannungsfeld zwischen Tradition und radikaler Gegenwart verstand. Seine unverwechselbare, oft kühne und leuchtende Farbpalette ist eines seiner Markenzeichen. Ebenso ikonisch sind seine zentralen Motive: die Akte, die oft eine fragile Intimität ausstrahlen, und die Landschaften.

Besonders die Spannung zwischen seinen österreichischen Wurzeln und seiner langjährigen Wahlheimat Los Angeles, Kalifornien, wird in seinem Werk sichtbar. Hubert Schmalix schuf hybride Bildwelten – idyllische Alpenmotive treffen auf die Coolness der amerikanischen Westküste, klassische Sujets werden mit einer fast plakativen Modernität aufgeladen. Diese Retrospektive legt die stilistische Bandbreite und die tiefgründige inhaltliche Auseinandersetzung offen, die das Werk von Hubert Schmalix so zeitlos und relevant machen.

Als Galerie Schloss Parz, die das Werk von Hubert Schmalix seit langem schätzt, intensiv begleitet und in unserem Programm führt, freuen wir uns außerordentlich über diese umfassende und hochkarätige Würdigung seines Schaffens in Klagenfurt.

Für Kunstinteressierte, die sich einen tiefergehenden Überblick über die in der Galerie Schloss Parz geführten Arbeiten von Hubert Schmalix verschaffen möchten, finden Sie hier weiterführende Informationen und Einblicke in sein beeindruckendes Oeuvre.

Finissage – ‚The Still Sea is Darker Than Before‘

Finissage – ‚The Still Sea is Darker Than Before‘

‘The Still Sea is Darker Than Before’ von Hans Weigand

 

und der Kabinettausstellung mit Marion Kilianowitsch

Sonntag, 19. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr

Wir verwöhnen Sie mit Venedigs Harry’s Bar Meringata, Schokotorte und Bellini.

Programmpunkt um 15:30 Uhr:

 

WAS SAGT DIE KUNST?

 

Eine kunstwissenschaftliche Annäherung mit Monika Leisch Kiesl und Franziska Heiß

Wir freuen uns auf einen genussvollen Sonntagnachmittag!

WAS SAGT DIE KUNST?

An welchen Orten treffen Menschen auf Kunst? In einer Galerie, in den eigenen vier Wänden, …, im öffentlichen Raum? Wer sind die Künstler und Künstlerinnen, die aktuell unser Interesse wecken? Die alten Meister/innen? Arrivierte Zeitgenoss:innen? Oder die ganz Jungen? Wie lässt sich adäquat und anregend über Kunst reden und schreiben? Und wer ist (angeblich) befugt, dies zu tun? Kunstkritiker:innen? Kunstwissenschaftler:innen? Jedermann und Jedefrau?

Diesen und weiteren Fragen rund um die zeitgenössische Kunst, den Kunstbetrieb, und das ganz besondere Glück, das in der Begegnung mit Kunst entspringen kann, werden Monika Leisch-Kiesl und Franziska Heiß, im Austausch mit dem Publikum der Finissage der beiden aktuellen Ausstellungen in der Galerie Schloss Parz, nachgehen. Abschließend geben sie eine kleine Kostprobe aus ihrem farbenfrohen und viel beachteten Buch Was sagt die Kunst? Zu diesem Anlass werden dem Finissage-Publikum einige Exemplare dieses Buches – gegebenenfalls auch zusammen mit dem Vorgängerband, Was spricht das Bild? – zum Autorinpreis angeboten.

DDr. Monika Leisch-Kiesl, Kunstwissenschaftlerin und Philosophin, em. Professorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der KU Privat-Universität Linz, Autorin und Kuratorin.

Franziska Heiß MA, Kunstwissenschaftlerin und Philosophin, Mitarbeiterin Kunstsammlung Raiffeisenlandesbank OÖ und Fachsekretariat am Fachbereich Kunstwissenschaft der KU Privat-Universität Linz, Kunstvermittlerin.

Was sagt die Kunst. Gegenwartskunst und Wissenschaft im Dialog, hg. v. Monika Leisch-Kiesl und Franziska Heiß, Bielefeld: transcript Verlag, 2022