PARZ ONE DESIGN AND PROJECTS

02. November – Alois Riedl, Annerose Riedl und Wolfgang Stifter

02. November – Alois Riedl, Annerose Riedl und Wolfgang Stifter

Informationen zur Gruppenausstellung Alois Riedl, Annerose Riedl und Wolfgang Stifter

Diese Ausstellung vereint drei markante künstlerische Positionen, die sich seit Jahrzehnten mit den grundlegenden Fragen von Form, Raum und Materialität auseinandersetzen. Monumentale malerische Verdichtung, archaische Skulpturen aus Holz und eine hochdynamische, zeichnerische Geste treten in einen vielschichtigen Dialog. Was sie verbindet, ist die kompromisslose Konzentration auf das Material und das spürbare Ringen um Struktur, Rhythmus und Präsenz.

Die Arbeiten von Alois Riedl, Annerose Riedl und Wolfgang Stifter treten nicht in Konkurrenz, sondern begegnen einander als eigenständige Stimmen, die sich wechselseitig schärfen. Wo das eine Werk physische Schwere behauptet, antwortet das andere mit vibrierender Bewegung oder rauer Unmittelbarkeit. Es geht um die Transformation von Wahrnehmung in bleibende Substanz, um das Verhältnis von Entschiedenheit und Intuition.

Gemeinsam erzeugen die drei Positionen ein dichtes Spannungsfeld von seltener Intensität. Annerose Riedls kraftvoll aus dem Stamm geschlagene Figuren mit ihren sichtbaren Bearbeitungsspuren begegnen den wuchtigen, fast plastisch greifbaren Bildkörpern von Alois Riedl. Wolfgang Stifters rhythmische Linienbündel und farbige Setzungen wirken darin wie ein pulsierender Gegenpol, der das Statische öffnet und den Raum in Schwingung versetzt. Die Ausstellung entfaltet sich als eindringliches Zusammenspiel, in dem Masse, Linie und Raum in ein faszinierendes Gleichgewicht finden.

  • Ausstellungstitel: Wolfgang Stifter „Quadrifolia-Quadrifollia“ · Annerose Riedl „sichtbar“ · Alois Riedl „Fünfundzwanzig Schritte“
  • Eröffnung: Montag, 02. November 2026 um 19:00 Uhr
  • Einführung zur Kunst: Mag. Dr.in Maria Reitter-Kollmann, Leitung die KUNSTSAMMLUNG, Land OÖ
  • Die Künstler sind anwesend.
  • Ausstellungsdauer: 02. November – 21. Dezember 2026
Porträt – Annerose Riedl

Annerose Riedl

Annerose Riedl (*1949, Passau) widmet sich seit Jahrzehnten einer der ursprünglichsten Disziplinen der Bildhauerei: der Arbeit mit dem gewachsenen Holzstamm. Als Autodidaktin hat sie eine unverwechselbare Formensprache entwickelt, deren Zentrum das Figürliche, vor allem die weibliche Gestalt bildet. Meist aus Lindenholz geschlagen und partiell farbig gefasst, entziehen sich ihre Skulpturen jedem konventionellen Schönheitsideal. Ihre Frauenfiguren sind weder idealisierte Akte noch bloße Abbilder; sie stehen geerdet, charakterstark und mit feiner Selbstironie im Raum.

Die Spuren der handwerklichen Bearbeitung, Risse und die gewachsene Maserung des Holzes werden nicht geglättet, sondern bewusst als lebendiger Teil des Werks sichtbar gelassen. Ihre archaisch reduzierten Figuren besitzen eine fast stoische Ruhe und eine spürbare körperliche Wucht. Als eine der markantesten Stimmen der zeitgenössischen Holzbildhauerei steht Riedl für eine kompromisslose Wahrhaftigkeit, die Menschsein in seiner ganzen Erdung, Stärke und Unverstelltheit begreifbar macht.

Alois Riedl

Alois Riedl (*1935, St. Marienkirchen bei Schärding) hat die Malerei und Zeichnung zu einer zutiefst plastischen Erfahrung verdichtet. Ausgehend von scheinbar banalen Alltagsgegenständen wie Kissen, Polstern oder Stuhlfragmenten entwickelt er monumentale Bildkörper von archaischer Schwere. Seine Motive sind keine klassischen Stillleben, sondern autonome Setzungen, die das Gegenständliche schrittweise in eine wuchtige, fast skulpturale Abstraktion überführen.

Mit kräftigen, dunklen Konturen, pastosem Farbauftrag und einer erdigen, konzentrierten Palette verleiht er der Fläche ein spürbares Volumen. Das Zeichnerische und das Malerische verschmelzen dabei zu einer elementaren Auseinandersetzung mit Raum, Begrenzung und physischer Masse. Als eine der eigenständigsten Positionen der österreichischen Nachkriegskunst steht Riedl für ein Werk, das dem vermeintlich Flüchtigen und Profanen eine zeitlose, monumentale Dauer verleiht.

Porträt – Alois Riedl
Porträt – Wolfgang Stifter

Wolfgang Stifter

Wolfgang Stifter (*1946, Ottensheim) begreift die Bildfläche als hochdynamischen Resonanzraum zwischen Zeichnung und Malerei. Ausgehend von der Druckgrafik und der Beherrschung der Linie hat er eine unverwechselbare Zeichensprache entwickelt, in der gestische Spontaneität und formale Disziplin ineinandergreifen. Seine Arbeiten leben von impulsiven Chiffren, kalligraphischen Elementen und dichten Linienbündeln, die sich rhythmisch über vielschichtige Farbgründe legen. Die Linie dient bei ihm nicht dem Umreißen von Gegenständen, sondern wird zum eigenständigen, energiegeladenen Bedeutungsträger.

In komplexen Überlagerungen aus Mischtechnik, Eitempera oder Öl auf Leinwand und Papier entstehen Bildräume von vibrierender Offenheit. Stifters Kompositionen verharren nie im Statischen; sie pulsieren, brechen starre Ordnungen auf und setzen den Raum in Schwingung. Als langjähriger Rektor und Professor der Kunstuniversität Linz sowie als herausragender Maler und Grafiker steht Stifter für ein Werk, das die Freiheit der malerischen Geste mit analytischer Klarheit verbindet.

Annerose Riedl
o.T., 2005
Holz bemalt, 108 x 70 x 110 cm
Alois Riedl
o.T., 1985
Öl und Acryl auf Leinwand, 110 x 95 cm
Wolfgang Stifter
Paraphrasen zu Zoologie, 2026
Mischtechnik auf Leinwand, 75 x 106,5 cm
09. September bis 13. September – Parallel 2026 – Muntean und Rosenblum

09. September bis 13. September – Parallel 2026 – Muntean und Rosenblum

Im Rahmen der PARALLEL VIENNA 2026 präsentieren wir ausgewählte Arbeiten des renommierten Künstlerduos Muntean/Rosenblum. Im Zentrum der Präsentation stehen skulpturale Positionen im Dialog mit einer exklusiven Edition limitierter Art-Shirts. Die Arbeiten verhandeln die für das Duo charakteristische Bildsprache zwischen Melancholie, Pathosformeln der Kunstgeschichte und zeitgenössischer Jugendkultur.

Eckdaten & Besuchsinformationen

  • Künstler: Muntean/Rosenblum

  • Präsentation: Skulpturen & Limited Edition T-Shirts

  • Location: PARALLEL VIENNA 2026

  • Adresse: Otto-Wagner-Areal, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien

  • Raum: 13/217

  • Laufzeit: 9. bis 13. September 2026

Öffnungszeiten

  • Mittwoch, 9. September (Eröffnung): 17:00 bis 22:00 Uhr (Preview ab 13:00 Uhr)

  • Donnerstag, 10. September: 13:00 bis 20:00 Uhr

  • Freitag, 11. September: 13:00 bis 20:00 Uhr

  • Samstag, 12. September: 11:00 bis 20:00 Uhr

  • Sonntag, 13. September: 11:00 bis 20:00 Uhr

07. September – Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

07. September – Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

Informationen zur Ausstellungseröffnung mit Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl

Nach der schöpferischen Sommerpause öffnet die Galerie Schloss Parz wieder ihre Pforten für das kunstinteressierte Publikum. Wir freuen uns, diesen Herbst mit einem ganz besonderen Highlight einzuleiten: Am Montag, den 7. September um 19:00 Uhr, laden wir Sie herzlich zur feierlichen Doppeleröffnung ein. In zwei räumlich getrennten, jedoch zeitgleich stattfindenden Einzelausstellungen präsentieren wir mit Siegfried Anzinger und Christian Rothwangl zwei Ausnahmepositionen der Malerei, die das Spannungsfeld zwischen Tradition und radikaler Zeitgenossenschaft perfekt ausloten.

  • Eröffnung: 07. September – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 26. Oktober

Obwohl es sich um zwei eigenständige Werkschauen handelt, korrespondieren die Arbeiten von Anzinger und Rothwangl auf einer tiefen ästhetischen Ebene. Beide Künstler eint die Ablehnung des Starren und Akribischen zugunsten einer explosiven, gestischen Freiheit. Es ist eine Malerei, die den Prozess des Entstehens nicht verbirgt, sondern feiert. Ein Tanz zwischen der Auflösung der Form und der Rückkehr zum Figürlichen. Während Siegfried Anzinger als international anerkannte Institution die Malerei seit Jahrzehnten prägt, zeigt Christian Rothwangl die vitale Fortführung dieser Tradition in der jungen Generation.

Ausstellungsansichten

©️ Laurel Koeniger

Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Portrait Anzinger
© Bernhard Holub

Siegfried Anzinger

Siegfried Anzinger gilt unbestritten als einer der einflussreichsten bildenden Künstler unserer Zeit. Als Mitbegründer der „Neuen Wilden“ in den 1980er-Jahren brach er verkrustete Strukturen auf und gab der Malerei ihre Unmittelbarkeit zurück. Seine Werke bestechen durch eine meisterhafte Leichtigkeit, oft unter Verwendung von Leimfarbe, die durch ihre schnelle Trocknung keine Reue und keine Korrektur zulässt – jeder Pinselstrich ist eine endgültige Entscheidung.

Anzingers weltweite Strahlkraft zeigt sich in seiner beeindruckenden Präsenz in den bedeutendsten Museen der Welt. Seine Werke sind fester Bestandteil der Sammlungen des MoMA (Museum of Modern Art) in New York, der Albertina in Wien, des MUMOK (Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien), des Kunsthauses Zürich sowie des Museums Ludwig in Köln. Durch seine Teilnahmen an der Biennale von Venedig und der Documenta in Kassel hat er sich fest im Kanon der Kunstgeschichte eingeschrieben. Ein Anzinger in einer Sammlung ist nicht nur ein Bekenntnis zur hohen Malerei, sondern ein Investment in ein Stück Weltkulturerbe der Moderne.

Christian Rothwangl

Mit Christian Rothwangl präsentiert die Galerie Schloss Parz einen Künstler, der in Fachkreisen als eine der spannendsten Neuentdeckungen der letzten Jahre gehandelt wird. Seine künstlerische Handschrift wurde in den bedeutendsten Schmieden der Malerei geformt: Rothwangl ist ein Absolvent der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er in den Klassen der renommierten Professoren Gunther Damisch und Christian Schwarzwald studierte. Diese prägende Wiener Schule ergänzte er durch internationale Impulse an der UCL Slade School of Fine Art in London und an der HFBK Hamburg, wo er bei der international gefeierten Künstlerin Jutta Koether tiefere Einblicke in diskursive Malereistrategien gewann.

Rothwangl gelingt es, die Energie seiner Lehrmeister aufzugreifen und in eine völlig eigene, zeitgemäße Sprache zu übersetzen. Seine Bilder sind Kraftfelder aus impulsiven Skizzen und dichten Farbschichten, die eine enorme visuelle Sogwirkung entfalten. Dass sein Weg steil nach oben führt, unterstreichen Ausstellungen in Institutionen wie dem Belvedere 21 und dem Künstlerhaus Wien. Für Sammler bietet die Einzelausstellung von Christian Rothwangl die seltene Gelegenheit, ein Werk eines Künstlers zu erwerben, der bereits jetzt museale Relevanz genießt und dessen internationale Karriere gerade erst an Fahrt aufnimmt.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Christian Rothwangl
© Daniel Pabst

Ein Fest für die Sinne: Die Synergie im Schloss Parz

Diese beiden parallelen Ausstellungen bilden eine Brücke zwischen der etablierten Weltspitze und der aufstrebenden Avantgarde. In den historischen Räumlichkeiten der Galerie Schloss Parz entsteht so ein einzigartiger Raum für Kontemplation und Diskurs. Wir laden Sie ein, die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Medium Malerei zu vergleichen und die haptische Qualität der Oberflächen sowie die Intensität der Farben unmittelbar vor Ort zu erleben.

Der Saisonauftakt am 7. September ist mehr als eine Vernissage – es ist ein Plädoyer für die Beständigkeit und die Erneuerungskraft der Malerei. Wir freuen uns darauf, Sie nach der Sommerpause wieder persönlich begrüßen zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen in diese zwei außergewöhnlichen künstlerischen Welten einzutauchen.

Siegfried Anzinger
Löwenschaffung, roter Baum, 2017
Leimfarbe auf Leinwand – 135X110CM
Christian Rothwangl
o.T., 2025
Acryl und Tinte auf Leinwand – 190X150CM
18. Juni – Parov Stelar – Leave The Future Behind – Salzkammergut Festwochen Gmunden

18. Juni – Parov Stelar – Leave The Future Behind – Salzkammergut Festwochen Gmunden

Eine außergewöhnliche Werkschau im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit Marcus Füreder, weltweit bekannt unter seinem Pseudonym Parov Stelar, begrüßen wir einen Künstler, der wie kaum ein anderer die Grenzen zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung auflöst. Die Ausstellung mit dem Titel „Leave The Future Behind“ findet in Kooperation mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden statt und bietet einen tiefen Einblick in das vielschichtige Gesamtwerk des Österreichers.

Pingo ergo sum – Ich male, also bin ich

Während ein Millionenpublikum Parov Stelar als Pionier des Electro Swing und international gefeierten Musiker kennt, liegt der Ursprung seines kreativen Schaffens in der bildenden Kunst. Schon vor seinem weltweiten Durchbruch auf den Bühnen von Coachella bis Glastonbury studierte Füreder Kunst und Design in Linz sowie Berlin. Die Malerei ist für ihn kein bloßes Nebenprojekt, sondern ein existenzieller Ausdruck und der notwendige Gegenpol zur digitalen Musikproduktion. Sein Arbeitsprozess ist dabei so dynamisch wie seine Beats. Häufig beginnt ein Werk mit einem digitalen Entwurf, bei dem das Spiel mit dem Zufall, Collagen und Montagen im Vordergrund stehen. Diese Fragmente werden anschließend in einem intensiven analogen Prozess auf die Leinwand übertragen. In der Arbeit mit Ölfarben sucht Füreder die unmittelbare Impulsreaktion. Ein Bild ist für ihn erst dann vollendet, wenn es ihm „entgegenblickt“ und eine eigene, physische Präsenz entwickelt. Diese haptische Arbeit bietet ihm den nötigen Rückzugsort und eine Stille, die im Kontrast zum Rhythmus seiner musikalischen Karriere steht.

Ein Dialog zwischen den Welten

Die Ausstellung in Gmunden thematisiert diesen faszinierenden Zwischenraum. Die gezeigten Arbeiten lassen Einflüsse der Pop Art erkennen und erinnern in ihrer visuellen Kraft an Größen wie Andy Warhol oder Robert Rauschenberg. Doch Füreder entwickelt eine ganz eigene, hochgradig emotionale Bildwelt. Es sind psychografische Auseinandersetzungen, in denen persönliche Erfahrungen, innere Spannungen und Fragmente der Erinnerung sichtbar werden. Besonders spannend ist die Verbindung zu seinem aktuellen musikalischen Schaffen. Sein neuestes Album „Artifact“ setzt sich mit ähnlichen Themen wie Zeit, Erinnerung und parallelen Realitäten auseinander. Musik und Malerei entstehen bei Marcus Füreder in einem parallelen Prozess und befruchten sich gegenseitig. In der Ausstellung wird diese untrennbare Verbindung spürbar: Aus Klang wird Erinnerung, aus Farbe wird Emotion.

Kunst als unmittelbare Begegnung im Salzkammergut

Die Salzkammergut Festwochen Gmunden bieten den idealen Rahmen für diese Werkschau. In einer Region, die seit Generationen als Resonanzraum für Künstlerinnen und Künstler dient, lädt „Leave The Future Behind“ dazu ein, den Moment ganz neu zu bewerten. Der Titel wirkt wie ein paradoxer Aufruf: Wie kann man die Zukunft hinter sich lassen? Vielleicht, indem man sich der permanenten digitalen Überreizung entzieht und wieder lernt, wahrhaftig zu sehen und zu fühlen. Diese Ausstellung ist mehr als die Präsentation eines berühmten Musikers als Maler. Sie ist eine Einladung zum Dialog und eine Suche nach jener fragilen Form von Echtheit, nach der wir uns in einer zunehmend künstlichen Welt sehnen. Wir laden Sie herzlich ein, diese Magie der Verwandlung selbst zu erleben und in den faszinierenden Kosmos von Marcus Füreder einzutauchen.

  • Eröffnung: 18. Juni
  • Ausstellungsdauer: 16. August
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen
  • Ort: K-Hof Kammerhof Museum Gmunden
  • Eintritt: Erwachsene € 10,00 Euro Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre € 3,00

Verfügbare Kunstwerke zum Kauf von Parov Stelar

Die Abbildungen zeigen eine Auswahl der in der Galerie verfügbaren Arbeiten. Gerne senden wir Ihnen eine komplette Liste zu. Kurzfristige Änderungen vorbehalten.

o.T.

Parov Stelar

o.T., 2021

30 × 21 cm
Mischtechnik auf Papier
o.T., Bilder aus dem Musikvideo Candy Girl

Parov Stelar

o.T., Bilder aus dem Musikvideo Candy Girl, 2022

29 × 21 cm
Öl auf Fotoprint
der springende punkt II

Parov Stelar

der springende punkt II, 2025

148 x 110 cm
Öl auf Karton
monday

Parov Stelar

monday, 2024

59.5 x 41.5 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
venus and the wall 2/3

Parov Stelar

venus and the wall 2/3, 2023

64 x 49 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
sunday

Parov Stelar

sunday, 2024

70 × 50 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
einsicht I

Parov Stelar

einsicht I,

135.5 × 96 cm
Öl auf Papier
Parov Stelar limited Tourposter III

Parov Stelar

Parov Stelar limited Tourposter III, 2023

70 x 50 cm
Siebdruck, Acryl auf Karton
die puppenspielerin

Parov Stelar

die puppenspielerin, 2025

195 x 145 cm
Öl auf Leinwand
aussicht auf einsicht

Parov Stelar

aussicht auf einsicht, 2026

61 × 42 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
wasn’t me

Parov Stelar

wasn't me, 2024

100 x 70 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
o.T.

Parov Stelar

o.T., 2024

84 × 60 cm
Siebdruck, Öl auf Karton
Leider sind keine Werke verfügbar

08. Juni – Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

08. Juni – Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

Informationen zur Ausstellungseröffnung Heiner Meyer – Kunst im Kabinett: Sebastian Speckmann

Mit der gemeinsamen Ausstellung von Heiner Meyer und Sebastian Speckmann präsentiert die Galerie zwei Künstler, deren Werke aus unterschiedlichen künstlerischen Traditionen hervorgehen und dennoch in einen intensiven Dialog treten. Meyers fotorealistische Pop-Art-Malerei und Speckmanns hochkomplexe Druckgrafik markieren zwei Pole zeitgenössischer Bildproduktion: maximale Sichtbarkeit und radikale Reduktion, Überfluss und Konzentration, Oberfläche und Tiefe. Gerade in dieser Gegenüberstellung entfaltet sich eine Spannung, die den Blick schärft und Wahrnehmung neu justiert.

Der Ausstellungsraum wird so zu einem Feld wechselnder Intensitäten. Meyers Gemälde dominieren durch Präsenz, Farbe und ikonische Klarheit, während Speckmanns Arbeiten Nähe verlangen und sich erst in der stillen Betrachtung vollständig erschließen. Beide Positionen eint eine kompromisslose technische Meisterschaft und ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Macht der Bilder. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Bild unserer Gegenwart, in dem Konsum, Erinnerung, Melancholie und ästhetische Verführung nebeneinander bestehen.

  • Eröffnung: 08. Juni – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 19. Juli

 

Kunstwerke der Ausstellung

o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2022

30 x 24.5 cm
Acryl auf Leinwand
o.T

Christian Rothwangl

o.T, 2022

42 × 29.5 cm
Acryl, Tusche auf Leinwand auf MFD aufgezogen
o.T.

Erich Steininger

o.T., 1979

99.5 x 60 cm
Holzschnitt
Sus

Suzanne Levesque

Sus, 2025

30 x 30 cm
Öl auf handvernähtem Leinen und Polyesterseide
New Artwork

Hubert Schmalix

New Artwork,

175 x 130 cm
Öl auf Leinwand
o.T.

Hasewend

o.T., 1966

43 x 58 cm
Wake

Hubert Schmalix

Wake, 2016

90 x 70 cm
Öl auf Leinwand
M 14

Siegfried Anzinger

M 14, 2025

40 × 30 cm
Lithografie EA
#61

Suzanne Levesque

#61,

3.3 × 2.3 cm
Tusche auf Papier
Russian Villa, 17/40

The Zhou Brothers

Russian Villa, 17/40, 2011

30 x 22 cm
Monothypie
o.T.

Alois Riedl

o.T., 1985

110 × 95 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Manfred Bockelmann

o.T., 2017

110 × 200 cm
Acryl und Kohle auf Leinwand
Leider sind keine Werke verfügbar
Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Heiner Meyer

Heiner Meyer

Heiner Meyer (*1953 in Bielefeld) ist eine Ausnahmeerscheinung der deutschen Gegenwartskunst und gilt als unbestrittener Meister der zeitgenössischen Pop-Art. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und war Meisterschüler bei Malte Sartorius. Prägende Jahre verbrachte er in Spanien, wo er eng mit Salvador Dalí zusammenarbeitete. Diese Erfahrung von Exzentrik, Inszenierung und handwerklicher Präzision ist bis heute in seinem Werk spürbar.

In Meyers Gemälden prallen Bildwelten aufeinander: Antike Skulpturen, kunsthistorische Zitate und klassische Körperideale treffen auf Supermodels, Luxusfahrzeuge und globale Marken wie Chanel oder Louis Vuitton. Mit fotorealistischer Genauigkeit malt er Glanz, Lichtreflexe und Oberflächen und erschafft Bilder von verführerischer Perfektion. Meyer verzichtet bewusst auf moralische Wertungen. Er beobachtet das Zusammenspiel von Erotik, Status und Vergänglichkeit und friert den schönen Schein unserer Konsumgesellschaft in Öl ein. Mit über 300 Einzelausstellungen weltweit zählt er zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern seiner Generation.

Sebastian Speckmann

Sebastian Speckmann (*1982 in Wolfen) ist ein grafischer Virtuose, der aus der Tradition der Leipziger Schule hervorgegangen ist. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, zunächst bei Neo Rauch, später als Meisterschüler von Heribert C. Ottersbach. Speckmann hat sich einer Technik verschrieben, die lange als unterschätzt galt: dem Linol- und Holzschnitt.

Was bei vielen mit groben Konturen assoziiert wird, führt Speckmann an die Grenze des technisch Machbaren. Mit äußerster Präzision schneidet er feinste Raster und Strukturen in die Druckplatten, die aus der Distanz an digitale Pixel oder körnige Fotografien erinnern. Seine Motive verlassene Interieurs, rätselhafte Landschaften oder stille Porträts tragen eine romantische, bisweilen unheimliche Melancholie. Speckmann arbeitet nach dem Prinzip des Wegnehmens und schneidet das Licht aus der Dunkelheit heraus. So entstehen Bilder von enormer Dichte und atmosphärischer Tiefe. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Preis der Paper Positions, sowie internationale Ausstellungen belegen die Aktualität seiner Arbeit.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Sebastian Speckmann

In der gemeinsamen Präsentation von Heiner Meyer und Sebastian Speckmann entsteht eine Ausstellung, die Gegensätze nicht auflöst, sondern produktiv nebeneinander stellt und gerade dadurch einen konzentrierten, vielschichtigen Blick auf die Bildwelten der Gegenwart eröffnet.

Heiner Meyer
Hommage an Ingres 2016
Öl auf Leinwand – 120X100CM
Sebastian Speckmann
Vortex, 2022
Linolschnitt, 41,5×51,5CM
Christian Ludwig Attersee erhält das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Christian Ludwig Attersee erhält das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Christian Ludwig Attersee wurde am 23.6.2026 das goldene Ehrenzeichen um das Land Wien verliehen.

C.L. Attersee ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. In den 1970 ern wurde Attersee zu einer prägenden Figur der „Neuen österreichischen Malerei“. 1977 wurde er zur Kasseler documenta 6. eingeladen, 1984 vertrat er Österreich bei der Biennale in Venedig. Er unterrichtete von 1992 bis 2009 als ordentlicher Professor an der Hochschule für angewandte Kunst und wurde vielfach ausgezeichnet.

Die herzliche Verbindung zur Galerie Schloss Parz ermöglicht eine aufregende und erfolgreiche Zusammenarbeit bei zahlreichen Ausstellungen in unserer Galerie.

Wir gratulieren herzlich, lieber Christian Ludwig Attersee zu dieser besonderen Auszeichnung!

13. April – Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

13. April – Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Informationen zur Gruppenausstellung Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner

Diese Ausstellung vereint drei Künstler, deren Werke auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade darin ihre besondere Harmonie entfalten. Malerei ohne Pinsel, Skulptur fast ohne Volumen und eine Malerei, die zwischen Gegenstand und Auflösung oszilliert. Was sie verbindet, ist ein radikales Nachdenken über Oberfläche, Material und Wahrnehmung.

Die Arbeiten von Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner treten nicht in Konkurrenz, sondern stehen nebeneinander wie drei unterschiedliche Sprachen, die über dieselben Themen sprechen. Es geht um Reduktion und Intensität, um das Sichtbarwerden von Zeit im Material, um das Verhältnis von Kontrolle und Loslassen. Der Ausstellungsraum wird dabei zum Resonanzkörper: Licht, Schatten und Bewegung der BetrachterInnen aktivieren die Werke immer wieder neu.

Gemeinsam erzeugen die drei Positionen eine Atmosphäre konzentrierter Stille, die nicht leer, sondern hoch aufgeladen ist. Gasteigers rhythmische Farbrillen antworten auf Niedertscheiders kaum merkliche Tiefen im Stein, während Ruthners malerische Gesten wie ein pulsierender Gegenpol wirken. Die Ausstellung entfaltet sich als choreografiertes Nebeneinander, in dem jedes Werk Raum lässt für die anderen und für die Wahrnehmung.

  • Eröffnung: 13. April – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 31. Mai

Kunstwerke der Ausstellung

o.T.

Peter Niedertscheider

o.T., 2023

14.5 x 20.5 cm
Steinätzung, Untersberger Marmor
Sommerstück

Peter Niedertscheider

Sommerstück, 2025

23 x 48 cm
Relief auf Carrara Marmor
Ô.T.

Jakob Gasteiger

Ô.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2016

37.5 x 27.5 cm
Öl auf Papier
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
Raumteiler

Peter Niedertscheider

Raumteiler, 2021

30 x 37 cm
Relief auf Kalkstein
Badetag

Peter Niedertscheider

Badetag, 2020

21 x 30 cm
Relief, Untersberger Marmor
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2002

13.5 x 17 cm
Acryl auf alten Foto
Akt

Peter Niedertscheider

Akt, 2019

22 x 29.5 cm
Lasergravur, Relief auf Carrara Mamor
O.T.

Jakob Gasteiger

O.T., 2019

30 x 20 cm
Acryl auf Leinwand
o.T.

Jakob Gasteiger

o.T., 2014

40 x 25 cm
Öl auf Papier
Erinnerst du dich?

Peter Niedertscheider

Erinnerst du dich?, 2025/26

92 x 60 cm
Mosaik, Naturstein
Leider sind keine Werke verfügbar
Porträt – Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger

Jakob Gasteiger (*1953, Salzburg) hat die Malerei von einer ihrer zentralen Gewissheiten befreit: dem Pinsel. Mit Kartonkämmen zieht er pastose Farbe in gleichmäßigen Bahnen über Leinwand oder Sperrholzplatten. Farbe wird bei ihm nicht zum Mittel der Darstellung, sondern zum eigentlichen Inhalt. Seine Werke sind Selbstdarstellungen der Farbe: präzise, ruhig und zugleich sinnlich.

Die gezogenen Rillen reagieren sensibel auf Licht und Standort, erzeugen Schatten, Vibration und Tiefe. Malerei wird zu einem körperlich erfahrbaren Ereignis. Als wichtiger Vertreter der Analytischen Malerei steht Gasteiger für eine radikale Reduktion, die paradoxerweise maximale Präsenz erzeugt.

Peter Niedertscheider

Peter Niedertscheider (*1972, Lienz) arbeitet mit Stein und entzieht ihm das Monumentale. In Marmor und Kalkstein realisiert er feinste Flachreliefs, oft nur wenige Millimeter tief. Mit der Technik des Rilievo Schiacciato entstehen Oberflächen, die weich wirken, fast textil, obwohl sie aus hartem Material bestehen.

Charakteristisch ist das Spiel mit dem Unvollendeten: hochpräzise Partien stehen neben roh belassenen Flächen. So entsteht eine Spannung zwischen klassischer Skulptur und zeitgenössischer Abstraktion. Niedertscheiders Arbeiten verlangen Nähe, langsames Sehen und Aufmerksamkeit für minimale Verschiebungen.

Porträt – Peter Niedertscheider
Porträt – Alexander Ruthner

Alexander Ruthner

Alexander Ruthner (*1982, Wien) bewegt sich souverän zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Ausgangspunkt seiner Malerei sind oft vertraute Motive: Blumen, Pflanzen, Fragmente von Natur, die sich im Malprozess zunehmend auflösen. Entscheidend ist nicht das Motiv, sondern der Akt des Malens selbst: Schichtung, Übermalung, Duktus.

Ruthners Bilder tragen Spuren von Zeit, von Korrektur und Verdichtung. Farben beginnen zu flirren, Formen verlieren ihre Eindeutigkeit. Seine Malerei ist sinnlich und zugleich reflektiert, ein permanentes Austarieren zwischen Kontrolle und Offenheit.

Jakob Gasteiger
o.T., 2023
Acryl auf Leinwand, 90X70CM
Peter Niedertscheider
Raumteiler Amy, 2022
Solnhofener Kalk, 35x35CM
Alexander Ruthner
Out Playing, 2025
Öl auf Leinwand, 40x30CM
02. März – „Zeitlinien“ – Billi Thanner – Kunst im Kabinett: Madita Kloss

02. März – „Zeitlinien“ – Billi Thanner – Kunst im Kabinett: Madita Kloss

Informationen zur Ausstellungseröffnung „Zeitlinien“ mit Billi Thanner

Wenn sich ab 2. März die Türen der Galerie Schloss Parz öffnen, entfaltet sich mit Zeitlinien ein spannungsreicher Dialog zweier souveräner künstlerischer Handschriften. Billi Thanner und Madita Kloss stehen für unterschiedliche Generationen, ästhetische Strategien und Erfahrungsräume – und doch kreuzen sich ihre Arbeiten in zentralen Fragen unserer Zeit. Identität, Selbstbild, Körper, Spiritualität und die Macht der Bilder ziehen sich wie unsichtbare Linien durch diese Ausstellung und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte.

Zeitlinien ist bewusst als Gegenüberstellung konzipiert. Der großzügige Hauptraum der Galerie wird von Billi Thanners unverkennbarer Energie geprägt, während Madita Kloss im Rahmen von „Kunst im Kabinett“ einen konzentrierten, intimen Resonanzraum bespielt. Zwei räumlich getrennte Präsentationen, die inhaltlich eng miteinander verwoben sind, laden dazu ein, zwischen expressiver Unmittelbarkeit und erzählerischer Verdichtung zu wechseln. Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Zeit nicht linear zu denken, sondern als Geflecht aus Überlagerungen, Brüchen und Wiederholungen.

  • Eröffnung: 02. März – 19:00
  • Ausstellungsdauer: 06. April

Kunstwerke der Ausstellung

#236

Suzanne Levesque

#236,

1.9 × 1.7 cm
Tusche auf Papier
Objekte (Saschas Apollo Programm 2000)

Othmar Zechyr

Objekte (Saschas Apollo Programm 2000), 1972/3

40 x 50 cm
Radierung und Aquatinta auf Kupfer E.A.
o.T.

Robert Schuster

o.T., 2020

92 x 102 cm
Öl auf laminierte Hartfaser
O.T.

Andreas Werner

O.T., 2017

30 x 21 cm
Tusche auf Papier
Vorhang

Peter Niedertscheider

Vorhang, 2022

40 x 42 cm
Marmor und Kalkstein
#327

Suzanne Levesque

#327,

2.2 × 2.9 cm
Tusche auf Papier
New Artwork

Mathias Kloser

New Artwork,

100 x 70 cm
He that breaks a thing to find out what it is has left the path of wisdom

Mathias Kloser

He that breaks a thing to find out what it is has left the path of wisdom, 2012-2017

34 x 24 cm
Mischtechnik auf Papier, gerahmt
O.T.

Christian Rothwangl

O.T., 2021

29.7 x 21 cm
farbige Tusche auf Papier, Künstlerrahmung
Ringkämpferin

Unknown Unkonwn

Ringkämpferin, 1970


Probedruck
Sommerstück

Peter Niedertscheider

Sommerstück, 2025

23 x 48 cm
Relief auf Carrara Marmor
acedia

Louis Szápáry

acedia, 2015

50 x 70 cm
Lithografie, E.A.
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Ein Portrait von Billi Thanner
Porträt – Billi Thanner

Billi Thanner

Billi Thanner zählt zu den markantesten Stimmen der österreichischen Gegenwartskunst. Spätestens mit ihrer monumentalen Installation „Himmelsleiter“ (2021), die den Wiener Stephansdom in goldenes Neonlicht tauchte, wurde sie auch über die Kunstwelt hinaus bekannt. 2025 beeindruckt sie mit der Lichtinstallation  „Unendlichkeit des Lichtes“  auf der Votivkirche. Thanners Praxis ist vielseitig und physisch präsent: Neon, Licht, Aktionismus, Malerei und installative Eingriffe verschmelzen zu einer Kunst, die Räume nicht nur bespielt, sondern atmosphärisch auflädt.

Besonders charakteristisch ist ihre Malerei auf speziellen Folien, die an Hinterglas-Techniken erinnert und eine künstlich schillernde Oberfläche erzeugt. Inhaltlich rückt Thanner die Frau ins Zentrum: selbstbewusst, fordernd, nicht dekorativ, sondern handelnd. Ihre Arbeiten verbinden Konsumästhetik mit existenziellen Fragestellungen und thematisieren Schönheit, Vergänglichkeit, Körperpolitik und gesellschaftliche Verantwortung. In Zeitlinien erscheinen ihre Werke wie Marker einer intensiv gelebten Gegenwart: laut, leuchtend, emotional zugänglich und zugleich philosophisch aufgeladen.

Madita Kloss

Als bewusster Kontrapunkt dazu steht die Präsentation von Madita Kloss im Kabinett der Galerie. Kloss (1988) bringt einen ungewöhnlich direkten Zugang zur Malerei mit, geprägt durch ihre frühere Tätigkeit als erfolgreiche Art Directorin. Dieser Hintergrund verleiht ihren Arbeiten eine hohe visuelle Präzision, ein ausgeprägtes Gespür für Komposition und narrative Spannung.

In ihren Gemälden verbinden sich biblische und mythologische Motive mit zeitgenössischer Popkultur und expressiver Farbigkeit. Frauenfiguren treten als aktive, selbstbestimmte Protagonistinnen auf, eingebettet in Bildräume, die wie verdichtete Szenen eines visuellen Dramas wirken. Kloss arbeitet mit spontaner Gestik, kräftigen Linien und mutigen Farbflächen, zugleich jedoch mit großer Sensibilität für Rhythmus und Struktur. Im intimen Rahmen des Kabinetts entfalten diese Arbeiten eine besondere Intensität: sie verlangen Nähe, Zeit und Aufmerksamkeit. Ihre Werke wirken wie Zeitfragmente, in denen Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig präsent sind.

Portrait Madita Kloss
Porträt – Madita Kloss

Die Eröffnung von Zeitlinien am 2. März um 19:00 Uhr markiert einen besonderen Start im Jahresprogramm der Galerie Schloss Parz. Zwei künstlerische Positionen treffen aufeinander, die den Raum auf unterschiedliche Weise beanspruchen und gerade dadurch einen produktiven Dialog eröffnen. Der Wechsel zwischen Hauptraum und Kabinett wird selbst zur Erfahrung: von der leuchtenden, raumgreifenden Geste hin zur stillen, erzählerischen Konzentration.

Zeitlinien lädt dazu ein, diese Übergänge bewusst wahrzunehmen und sich auf unterschiedliche Geschwindigkeiten des Sehens einzulassen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig zeitgenössische Kunst Zeit reflektieren kann: als Moment, als Erinnerung, als Projektion.

Billi Thanner
Restilicht aus der Serie Zeitlinien, 2025
Mixed Media, 180X110CM
Photo: Katharina Schiffl
Madita Kloss
Weisheit II, 2025
Ölpastell und Acryl auf Leinwand, 90X70CM
Raum, Bild und Skulptur: Annerose Riedls „Zwischen-Räume“ in Linz

Raum, Bild und Skulptur: Annerose Riedls „Zwischen-Räume“ in Linz

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

für alle, die sich für die faszinierenden Schnittstellen von Malerei, Skulptur und konzeptueller Kunst interessieren, gibt es derzeit ein besonderes Highlight in Oberösterreich: Das Schlossmuseum Linz widmet der renommierten österreichischen Künstlerin Annerose Riedl eine tiefgründige Einzelausstellung.

Die Schau trägt den Titel „Zwischen-Räume“ und ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Realität und Illusion. Die Ausstellung, die noch bis zum 8. Februar 2026 zu sehen ist, gibt einen konzentrierten Einblick in die zentralen Themen im Schaffen der Künstlerin. Annerose Riedl ist eine Meisterin darin, die traditionellen, oft starren Grenzen zwischen den künstlerischen Gattungen aufzulösen.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das namensgebende „Dazwischen“: der flüchtige, fast magische Moment, in dem eine gemalte Figur den ihr zugewiesenen Bildraum zu verlassen scheint, oder eine physische Skulptur plötzlich wie der Teil einer zweidimensionalen Zeichnung wirkt.

In der Linzer Schau wird dieser intellektuelle Ansatz auf beeindruckende Weise sinnlich erfahrbar gemacht. Annerose Riedl stellt ihre Skulpturen in einen direkten und spannungsgeladenen Dialog mit Malereien. Als Bildträger für diese Malereien dienen ihr dabei oft unkonventionelle Materialien, wie etwa ausrangierte Schullandkarten. Diese Karten bringen bereits eine eigene Geschichte, eine eigene Kartografie von Raum und Zeit mit. Annerose Riedl überschreibt diese vordefinierten Ebenen, schafft durch feine, präzise gesetzte perspektivische Linien neue, oft fast leere oder bühnenartige Räume.

In diese Zonen setzt sie ihre Figuren. Ob gemalt oder als Skulptur – sie scheinen sich im Übergang zu befinden, die Fiktion des Bildes zu verlassen und in den realen Raum des Betrachters einzutreten. Ein besonderer Fokus der Ausstellung im Schlossmuseum Linz liegt zudem auf einer jüngeren Werkserie von Frauenfiguren. Diese Skulpturen bestechen durch eine ganz eigene, unaufdringliche Präsenz: Sie wirken geerdet, in sich ruhend, selbstbewusst und sind gleichzeitig von einer subtilen, oft feinen Selbstironie geprägt.

Als Galerie Schloss Parz ist es uns eine besondere Freude, das Werk von Annerose Riedl seit vielen Jahren zu begleiten und in unserem Programm zu führen. Ihre konsequente, intellektuelle und zugleich zutiefst menschliche Auseinandersetzung mit dem Raum, dem Körper und der Wahrnehmung ist ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen österreichischen Kunst.

Interessierte finden einen detaillierten Einblick in die bei uns geführten Arbeiten der Künstlerin.

Muntean/Rosenblum bei „Mädchen sein!?“ im Lentos*

Muntean/Rosenblum bei „Mädchen sein!?“ im Lentos*

Wir freuen uns, dass das Künstlerduo Muntean/Rosenblum mit einer Arbeit in der aktuellen Ausstellung Mädchen* sein!? im Lentos Kunstmuseum Linz vertreten ist. Die Schau nähert sich in über 150 Exponaten der Frage, wie Mädchen* heute wahrgenommen werden – zwischen Rollenbildern, Social-Media-Präsenz, fließenden Geschlechtern und Diversität. 
Herzliche Gratulation an Muntean/Rosenblum – und viel Freude beim Besuch der Ausstellung!

https://www.lentos.at/ausstellungen/maedchen-sein